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Dienstag, 30. Juli 2013

Wo ist Yoko?

Ich sitze beim Praktikum, das Fenster geöffnet. Plötzlich ruft es von draussen. "Yoko, alter! Wo bist du? Wo ist denn der Yoko, alter?" Ein kurzer Blick aus dem Fenster zeigt mir einen älteren Mann mit langem Bart, Jutebeutel mit Leopardenmuster und Gehstock. Er scheint beunruhigt und verwirrt. "Wo ist Yoko, alter" ruft es nochmal und nochmal. Doch Yoko will einfach nicht in Erscheinung treten.

Ich habe keine Ahnung worum es dem Mann geht, aber irgendwie erkenne ich mich auf eine banale Art und Weise wieder. Ich meine stellen wir uns nicht alle hin und wieder die Frage wo Yoko ist. Der Umstand, dass wir nicht wissen wo er steckt und ob er überhaupt Yoko heißt geht uns gewaltig gegen den Strich. Wir werden ärgerlich "Wie heißt der Penner nochmal?". Zum Ärgernis kommt allgemeine Verwirrung. Wir rufen und rufen, doch Yoko lässt sich einfach nicht blicken. Wir müssen uns eingestehen zwischen Wahnsinn und Realität befindet sich häufig nur ein schmaler Pfad.

Ich liebe Alltagsmetaphern…



Sonntag, 26. Mai 2013

Gedankenrausch


"1, 2, 3, 4, 5…". Ein und ausatmen. Atem zählen. Alles laaangsam.
"…6,7,8,9,10". Wieder von vorne. "1,2,3…" Ein und aus.
"Gelber Balken des Musters auf der Matratze vor mir… Ich beobachte, nehme wahr. Ich bin." Gedanken kommen, Gedanken gehen.

"Wie es gestern wohl war?" Zurück zum Gelben Balken.
"1,2,3,4…" Der Brustkorb hebt und senkt sich. ".
Hätte heut gern Musik gemacht…" Gedanken, Gefühle.
"Hallo. Auf wiedersehen! Mehr durch den Bauch atmen…". "5,6,7…".

"Ob sie an mich gedacht hat…?" Autos rauschen auf der Straße vorbei. So wie die Gedanken. Regen tröpfelt auf die Fensterscheibe. Plitsch, platsch. "Scheiß Wetter…".
"5,6,7,8,9,10,11,12… Oh, verzählt! Nochmal… 1,2,3…"

Musik aus den Lautsprechern. "Ob sie wohl schon wach ist…? Gedanken rauschen wie Autos, Gefühle fahren die Straße entlang. Ständiges kommen, ständiges gehen. 

"Ob sie wohl noch zu mir hält? Sind die Dinge heute anders als gestern? Nein… gelber Balken!". "…5,6,7…". "Nichts kann ich ändern, jetzt nur sitzen…gelber Balken… Musik…Autos…Atem…7, ein, 8, aus, 9, ein, 10, aus…".

Plöng. Handy gibt zuverstehen, dass es eine SMS empfangen hat. "Wer mag das sein? Ob sie geschrieben hat…? Sicherlich jemand anders…unwichtig… 1,2,3…" Die Gedanken fließen, Gefühle strömen, dann sind sie fort, kommen wieder.
"…im hier und jetzt". Autos sausen wieder vorbei.

"Gute Übung, nehme ich in mein Seminarkonzept auf… Inspiration. Wie kann ich das am besten einbringen?" Ein, und wieder ausatmen. "Muss, was tun… nicht jetzt, jetzt ist nur der gelbe Balken interessant!".

Füße werden kalt und taub. Ein Luftstrom fegt durchs Zimmer. "Kalt…2,3,4…taub". Ein leichtes Stechen in den Knien, die Last des Körpers drückt auf sie nieder.

"Was fange ich heute an…? Der gelbe Balken verschwimmt… zurück zum gelben Balken. Konzentration. "Lasse fließen, verurteile nicht, es gehört alles zu dir". "8,9,10… Ich schreib das hier auf… Gedankenrausch, ja… aber erstmal… 3,4,5…"

"Wie lang ich wohl schon sitze?" Gedanke geht vorbei… Alles geht vorbei. Es gibt nichts zu erreichen. Die Gedanken mit Gefühlen in ihrem Gepäck. Ewige Reisende auf der neuronalen Autobahn des Geistes. Rauschen vorbei, so ist es gut. Gedankenstau kann keiner brauchen.

…8,9,10… aus, ein, aus… Ende.

Donnerstag, 16. Mai 2013

So schließt sich der Kreis


Ist es nicht seltsam dieses Leben?
Wir nehmen es häufig als eine chronologische Abfolge von Momenten wahr - einige nennen wir dann willkürlich, zufällig, zusammenhangslos. Manch anderer spricht von "dem Weg", dem Schicksal, Karma oder vielleicht Gott oder das Universum.

Ich beobachte dieses Leben.
Ich bin Zeuge meiner Zeit, Zeuge meiner Gefühle, meines Denkens, meines Handelns.
Ich begreife nichts davon, so sehr ich auch versuche Antworten zu finden, neue Fragen treten an die Oberfläche. Man sagte mir mal einen Experten zeichnen nicht die Antworten aus, sondern die Fragen die man hat. Macht mich das zu einem Experten für das Leben? Zumindest für mein Leben?

Für manche existiert das Nichts, alles ist Nichts. Für andere ist alles Eins, verbunden mit dem Universum und dem was sich darin befindet. Viele suchen nach Sinn in ihrem Leben, andere sagen nichts im Leben hat Sinn.

Wir geben den Dingen gerne einen Sinn, eine Erklärung. Das macht es uns vielleicht einfacher diese Leben so zu nehmen wie es ist. Manchmal macht es uns auch schwerer das Leben so zu nehmen wie es ist. Sinn oder nicht Sinn?
Die Frage ist, was verleiht uns Leichtigkeit, die wir brauchen um unsere Schritte zu gehen, für den Weg, den wir uns selbst ebenen? Zusammen mit denen die wir Lieben oder doch auf ganz eigene Faust?

Zufall oder doch Schicksal? Willkür oder Fügung? Was weiß ich schon?
Manchmal ist es schön den Dingen einen magischen Hauch zu verleihen, unseren Geschichten einen gewissen Zauber zu geben. Wir sind wie Kinder auf dem großen Jahrmarkt des Universums. Mit offenen Münden sehen wir die Lichter und hören die Klänge. Wir sehen uns nur nicht so. Alles willkürlich, rational, ernst? Wo ist die kindliche Magie hin? Wohin die Leichtigkeit? Wohin die Gelassenheit?

Es passieren tagtäglich Dinge, die ich mir nicht erklären kann. Sei es, dass ich jemanden an einem Ort treffe, wo sich die Frage stellt: "Wir beide hier? Jetzt? Zufällig?".
Eine kluger Satz sagt: "In jedem Problem steckt mindestens ein Geschenk". Und dann passiert irgendetwas, und es verändert alles. Ich lächele dann häufig, denke über meine Entscheidungen nach und über den Weg, der mich hierhergebracht hat. Jetzt! An diesen Ort! Und für einen kurzen Augenblick machen die Dinge Sinn und ich kriege den Eindruck, irgendwas ist richtig gelaufen. Trotz aller Tränen und Sorgen.
Etwas macht Sinn, für einen Bruchteil der Sekunde. Es geht weiter. Irgendwie. Immer. Ist das Magie?
So schließt sich der Kreis.

Montag, 13. Mai 2013

Verpennt...


Wow!



Es ist schon Mai 2013. Wie lange habe ich geschlafen...?

"When I started loving myself” – A poem by Charlie Chaplin (1959)


When I started loving myself
I understood that I’m always and at any given opportunity
in the right place at the right time.
And I understood that all that happens is right –
from then on I could be calm.
Today I know: It’s called TRUST.


When I started to love myself I understood how much it can offend somebody
When I tried to force my desires on this person,
even though I knew the time is not right and the person was not ready for it,
and even though this person was me.
Today I know: It’s called LETTING GO.


When I started loving myself
I could recognize that emotional pain and grief
are just warnings for me to not live against my own truth.
Today I know: It’s called AUTHENTICALLY BEING.


When I started loving myself
I stopped longing for another life
and could see that everything around me was a request to grow.
Today I know: It’s called MATURITY.


When I started loving myself
I stopped depriving myself of my free time
and stopped sketching further magnificent projects for the future.
Today I only do what’s fun and joy for me,
what I love and what makes my heart laugh,
in my own way and in my tempo.
Today I know: it’s called HONESTY.


When I started loving myself
I escaped from all what wasn’t healthy for me,
from dishes, people, things, situations
and from everyhting pulling me down and away from myself.
In the beginning I called it the “healthy egoism”,
but today I know: it’s called SELF-LOVE.


When I started loving myself
I stopped wanting to be always right
thus I’ve been less wrong.
Today I’ve recognized: it’s called HUMBLENESS.


When I started loving myself
I refused to live further in the past
and worry about my future.
Now I live only at this moment where EVERYTHING takes place,
like this I live every day and I call it CONSCIOUSNESS.


When I started loving myself
I recognized, that my thinking
can make me miserable and sick.
When I requested for my heart forces,
my mind got an important partner.
Today I call this connection HEART WISDOM.


We do not need to fear further discussions,
conflicts and problems with ourselves and others
since even stars sometimes bang on each other
and create new worlds.
Today I know: THIS IS LIFE!

Montag, 18. April 2011

What is "Snorri" for you?

"Fick die Uni", heißt ein mitlerweile populär gewordenes Lied der Band Antilopengang. Ich schätze das Lied ist besonders bei den Studenten so beliebt, wegen seiner sozialkritischen Botschaft, die den Schmerz und das Leid der Akademiker direkt und unverblümt widerspiegelt und somit deutlich nach Umstrukturierung des Lehrsplans verlangt.

Auch bei mir ist es momentan viel zu tun, denn muss auch diese Generation wieder mit Statistikfächern gequält werden. Wäre ja gelacht, wenn unsere Vorfahren die ganzen mathematischen Formeln und statistischen Methoden mit Blut, Schweiß und Tränen zusammenklauben (und das ohne Taschenrechner und PC, nur mit Papier, Stift und noch höchstens mit einer Rechen-Raupe) und die nachfolgenden Generationen nicht mindestens den selben Schmerz erfahren und dieselben Tränen weinen wie sie selbst.

Von daher bezieh ich mich heute nur auf ein "einfacheres" Thema, als Macht und Machstrukturen, obwohl ich es in meinem letzten Post angekündigt hatte. Damit beschäftigen werde ich mich, wenn die Zeit nicht mehr so rar gesät ist. Stattdessen möchte ich euch (und mich) versöhnen mit einem Post über eine Frage, die mich schon ein paar Wochen beschäftigt... Aber kurz von vorne.

Ich lebe ja jetzt schon ein Zeitchen in Nijmegen. Was die Stadt mitunter so toll macht ist, dass sie sich recht klein und übersichtlich präsentiert und trotzdem immer recht viel Neues zu entdecken ist.
Natürlich werden Entdeckungen auch hauptsächlich durch subjektive Wahrnehmungen geprägt, denn schließlich können wir auch nur das (wissentlich) wahrnehmen, worauf wir unsere Aufmerksamkeit und Fokus richten. Und unsere Aufmerksamkeit wird stark durch Stimuli geleitet, die für uns persönlich wichtig sind. Wir bestimmen also im Grunde selber was wir "entdecken" und was nicht, wenn wir an einem sonnigen Tag durch die Stadt laufen. Übrigens: Dadurch, dass wir uns auf Dinge richten, die uns primär wichtig sind, werden auch unsere persönlichen Interessen und Prioritäten widerum geschult. Logisch, man kann schließlich nichts interessant finden, dem man absolut keine Beachtung schenkt (und noch nie geschenkt hat).

Nehmen wir das bekannte Fallbeispiel, dass man ohne Frühstück zur Lesung oder Arbeit hetzt und sich dann mit knurrendem Magen und völlig unterzuckert nach allerlei Snacks sehnt. Die Aufmerksamkeit schweift in diesem Moment sicherlich mal öfter zu dem deliziösem Schokomuffin des Sitznachbarn rüber, anstatt auf die eigentliche Arbeit. Essen ist logischerweise immer wichtig und wird normalerweise nur dann verstärkt, wenn man nicht gerade kugelrund uns satt ist.

Dadurch wurde mein Fokus in den vergangenen zwei Jahren auch deutlich auf Streetart gerichtet, die sicherlich auch stark durch meine zweit-"Familie" in Enschede geprägt wurde.

So kam es, dass ich vor zwei Wochen an einem schönen Sonntag auf ein Tag stieß, dass unmittelbar meine Aufmerksamkeit auf sich richtete:



"Wat is Snorri voor jou?",
diese Frage hat mich bis heute nicht losgelassen. Was bedeutet Snorri eigentlich für mich? Was bedeutet Snorri eigentlich für euch? Was bedeutet Snorri für jeden einzelnen von uns?
Und letztendlich die Frage: Wer oder was ist Snorri überhaupt?

Eine Woche später, auf dem Weg nach hause sah ich dann etwas, was mir deutlich machte, dass "Snorri" vielleicht mehr ist als das bloße Auge vermuten ließe.



Auf dem selben Weg (welcher ein langer Fahrradweg ist, der durch gut halb Nijmegen führt, was keine Kunst ist, da Nijmegen eben recht übersichtlich ist) konnte ich noch mehr solcher sogenannten "Tags" entdecken.

Letztendlich wurde er auch in Enschede gesichtet:



Wie aus der Dokumentation deutlich wird ist, dass Snorri tatsächlich ein Ding ist, hinter dem Einer oder mehr Leute stehen und der/die scheinbar versucht/versuchen sich einen Namen zu machen.
Ich bin gespannt, ob ich schon bald auf weitere Exemplare der Snorri-Palette stoße und damit auf die Spur von einem aktiven Streetartist, der eventuell sogar aus Nijmegen kommt. Natürlich halte ich euch mit meinen Recherchen auf dem Laufenden. Auch über Tipps über Snorri würde ich mich freuen ;).

Vielleicht haben wir es sogar zu tun mit einem "neuen" Banksy?

Man darf gespannt sein!

Freitag, 18. März 2011

Die Welt dreht durch...

...und dies nicht allein heute oder in den letzten paar Wochen, sondern schon immer. Allerdings gehen die letzten Nachrichten auch an mir Medienmuffel nicht vollkommen vorbei. Gehört vielleicht zur Entwicklung geistlicher Reife hinzu? Oder dreht die (Medien)Welt in letzter Zeit doch mehr durch als gewöhnlich?

Für mich begann alles an einem gemütlichen Wochenende in den Sälen unserer schönen Unibibliothek, dort, wo ich im Rahmen von routiniertem studienaufschiebendem Verhalten, nach langer Zeit wieder mal meinen Twitteraccount auf meinem Smartphone aktivierte. Persönlich bin ich kein Fan von Twitter oder Facebook. Muss doch nicht jeder wissen, dass ich im Grunde gar nichts zu sagen habe und geistliche Leere gerne mal mit irrelevanten Tweets oder Bottlemessages fülle. Jedoch sind die Kommunikationsmöglichkeiten dieser Portale wirklich sehr nützlich (und manchmal ist es auch toll Dinge zu posten, die im Grunde die wenigsten interessieren - wofür schreib ich schließlich auch an diesem Blog? ;) ). Für mich war es zumindest eine gute Möglichkeit durch Webfeeds von Spiegel-online, Die Welt-online und Die Zeit-online, öfter in Kontakt mit der, sich immerzu drehenden Welt zu kommen.

Was ich an diesem Tag las, zog unmittelbar jegliche Aufmerksamkeit auf sich. Berichte über das ägyptische Volk und deren Demonstrationen, die gerade erst wenige Tage zuvor ins Rollen gekommen waren, nachdem sich ein junger Mann mit Benzin übergoss und anschließend in Flammen setzte. Jegliche Hilfemaßnahme auf diesen Schrei aus Verzweiflung und Frustration kam für diesen Mann viel zu spät, bewegte jedoch das gesamte Volk und zog auch bald schon um die ganze Welt. Nicht nur die Herzen der Ägypter, sondern auch mein politisches Interesse entflammte dadurch in einem Schlag. Egal, wie diese Revolution enden würde, wir waren alle Zeuge, wie Geschichte geschrieben wird. In welchem Ausmaße wissen wir inzwischen alle. Mobarak kündigte am 28 Februar 2011 seinen Rücktritt an und übergab die Befehlsmacht an das Militär. Die Regierung, wie das Land sie in den letzten zwei Jahrzehnten kannte, nimmt nun (hoffentlich) neue und bessere Züge an. Der Wille zur Veränderung infizierte schnell viele Nachbarstaaten Nord-Afrikas.

Was wir nun am häufigsten vernehmen ist der Libyenkonflikt, der, neben der tragischen Dreiecks-Katatrophe in Japan (Erdbeben, Tsunami und Verstrahlung - kann es noch viel dicker kommen?), das derzeit größte Thema der Medien darstellt. Auch der direkte Nachbar von Ägypten hat den Wind von Freiheit und Revolution (hoffentlich auch frei von Radioaktivität) aus dem Osten zu sich hinüber wehen lassen und kräftig daran geschnuppert. Leider ist der Diktator Quaddhafi nicht so 'samtzahm' wie Präsident Mobarak, der ebenfalls mit Gewalt gegen das Volk vorging, jedoch in weniger radikalem Maße wie der libysche Diktator im Vergleich. Quaddhafi will sein 'Imperium' mit aller Macht verteidigen und sollte es sein Tod bedeuten, so kündigte er noch vor wenigen Wochen an. auch Mobarak machte ähnliche Stellungnahmen, nur schien sein Größenwahn noch nicht in derartig fortgeschrittenenem Endstadium, wie es bei Quaddhafi der Fall zu sein scheint. Doch Wahnsinn hin oder her: Dumm ist der Machthaber Libyens nicht, denn sonst hätte er keine 40 Jahre in der Position verweilt, die er nun mit allen Mitteln zu verteidigen gedenkt.

Die heutigen Nachrichten berichten, dass die UN nun letztendlich die Flugverbotszone erhoben hat. Dies hingegen der Annahme, dass das libysche Volk, durch "Ablenkung" der Katastrophe in Japan und die drohende Gefahr von Fukushima I, auf sich selbst gestellt sei. Ein Artikel, den ich noch vorgestern gelesen hatte, stellte noch in Frage, ob die Nationen noch genügend Kapazität zur Unterstützung Libyens übrig habe, wenn die Aufmerksamkeit der Welt nun auf Japan gerichtet sei. Die Freigabe von dem Einsatz von Luftwaffen, um 'Quaddhafis Regime, davon abzuhalten dem zivilem Volk zu schaden' beweist das mögliche Gegenteil. Länder, wie Frankreich und die USA (wie könnte es auch anders sein?) sind zu allen „Schandtaten“ bereit. Deutschland hingegen enthielt sich bei der entscheidenenden UN Sitzung seiner Stimme, Gebrauch von jeglichem militärischen Eingriff zu machen, so berichtete "die Zeit-online" heute. Persönlich frage ich mich, ob das Thema Öl nicht zur übermäßigen Aufmerksamkeit beiträgt. Aus welchen Gründen auch immer: Ich finde es wichtig und gut, dass Quaddhafi verschwindet und das Volk nicht weiterhin eiskalt von der Militärmacht Quaddhafis und seinem äußerst brutalen Vorgehen bedroht wird.

Die abschließende(n) Frage(n), die sich mir hier noch stellt ist: 'Kann Macht wirklich nur noch effizient mit Macht (hier in Form von Gewalt) bekämpft werden?'. Was bedeutet Krieg und erlangen von Macht eigentlich und ist dies letzten Endes ein notwendiges Übel für die Welt, die wir uns geschaffen haben und die wir uns schaffen wollen?
Liegt diese Tendenz in der Wurzel des Menschen? Kann er überhaupt anders als sich immer und immer wieder diese Strukturen zu schaffen, die letzten Endes nur mit psychischer und psychologischer Gewalt verteidigt werden können?

Dies wird auf jeden Fall das nächste Thema meines Blog sein.
Inzwischen dreht die Welt weiter durch... und weiter, und weiter...