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Dienstag, 30. Juli 2013

Wo ist Yoko?

Ich sitze beim Praktikum, das Fenster geöffnet. Plötzlich ruft es von draussen. "Yoko, alter! Wo bist du? Wo ist denn der Yoko, alter?" Ein kurzer Blick aus dem Fenster zeigt mir einen älteren Mann mit langem Bart, Jutebeutel mit Leopardenmuster und Gehstock. Er scheint beunruhigt und verwirrt. "Wo ist Yoko, alter" ruft es nochmal und nochmal. Doch Yoko will einfach nicht in Erscheinung treten.

Ich habe keine Ahnung worum es dem Mann geht, aber irgendwie erkenne ich mich auf eine banale Art und Weise wieder. Ich meine stellen wir uns nicht alle hin und wieder die Frage wo Yoko ist. Der Umstand, dass wir nicht wissen wo er steckt und ob er überhaupt Yoko heißt geht uns gewaltig gegen den Strich. Wir werden ärgerlich "Wie heißt der Penner nochmal?". Zum Ärgernis kommt allgemeine Verwirrung. Wir rufen und rufen, doch Yoko lässt sich einfach nicht blicken. Wir müssen uns eingestehen zwischen Wahnsinn und Realität befindet sich häufig nur ein schmaler Pfad.

Ich liebe Alltagsmetaphern…



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